Düngebehörde
Webcode:01040213
Stand:19.04.2022

Nmin-Richtwerte 2022

Die Nmin-Ergebnisse für das Jahr 2022 liegen vollständig vor!

Sie finden die Tabellen mit den ermittelten Richtwerten aus dem Jahr 2022 im Downloadbereich.

Nmin Probenahme
Nmin ProbenahmeJutta Klaukien
Die Beprobung der Flächen für die Sommerungen mit Aussaatzeitpunkt April begann in der zweiten Märzhälfte und ist mittlerweile abgeschlossen. Damit liegen nun alle Richtwerte für die Düngebedarfsermittlung 2022 vor.

Die ermittelten Nmin-Werte nach Blattvorfrüchten liegen im Mittel zwischen ca. 30 – 60 kg Nmin/ha. Dabei liegen die Werte größtenteils über den zweijährigen Mittelwerten.

Wie schon bei den frühen Sommerungen zeigt sich, dass der Zwischenfruchtanbau nach Getreide zugenommen hat. Zur Ermittlung der Nmin-Richtwerte standen weniger Flächen für Getreide ohne Zwischenfrucht zur Verfügung, sodass für die BKR 9; 46; 51 und 48; 50 kein aktueller Nmin-Wert vorliegt und der durchschnittliche Nmin-Richtwert, der ggf. schon zur Vorplanung verwendet wurde, im Rahmen der Düngebedarfsermittlung anzusetzen ist.


Die Nmin-Ergebnisse im Frühjahr für die Sommerungen mit Aussaatzeitpunkt März liegen vor (Stand 21.03.2022)

Infolge des hohen Anteils an Winterungen konnten nicht in allen BKR entsprechende Nmin-Proben zu Sommerungen nach Blattvorfrüchten gezogen werden. Konnten Werte ermittelt werden, so bewegen sich die jeweiligen Nmin-Werte nach Blattvorfrüchten im Mittel zwischen ca. 33 – 42 kg Nmin/ha.

Bei der Vorfrucht Getreide zeigt sich, dass der Zwischenfruchtanbau vermehrt an Bedeutung gewinnt. So konnten deutlich weniger Flächen ohne Zwischenfruchtanbau beprobt werden, so dass für den BKR 48; 50 kein aktueller Nmin-Wert für das Jahr 2022 vorliegt und der durchschnittliche Nmin-Richtwert, der ggf. auch schon zur Vorplanung verwendet wurde, im Rahmen der N-Düngebedarfsermittlung anzusetzen ist.


Die Nmin-Ergebnisse im Frühjahr für die Winterungen im Jahr 2022 liegen vollständig vor (Stand 04.03.2022).

Die diesjährigen Nmin-Werte zu Winterungen liegen größtenteils unterhalb der fünfjährigen Durchschnittswerte. Ausschließlich im BKR 45, 47 liegen die Werte bei allen Getreidearten tendenziell oberhalb der Mittelwerte im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, wobei die Differenzen sehr gering sind und innerhalb der Fehlergrenze der Nmin-Methode liegen.


Weicht die Bodenart von dem BKR ab, so können benachbarte BKR mit vergleichbarer Bodenart herangezogen werden. Entscheidend ist die Hauptbodenart, die aus der Bodenuntersuchung hervorgeht.

Sollten im Rahmen der Vorplanung die 5-jährigen Mittelwerte verwendet worden sein, sind für die eigentliche N-Düngebedarfsermittlung die aktuellen Nmin-Werte zu verwenden, wenn diese mehr als 10 kg Nmin/ha vom 5-jährigen Mittelwert abweichen.

Bei besonderen Standort- und Bewirtschaftungsbedingungen sind betriebseigene Nmin-Untersuchungen zu empfehlen.

Zusätzlich werden auch die Minimal- und Maximalwerte zur Plausibilisierung der betriebseigenen Nmin-Werte veröffentlicht. Diese finden Sie in einem gesonderten Artikel

 

Hinweis: Die Probenahme zu den späten Sommerungen startete am 15. März. Bitte beachten Sie dazu die Ausführungshinweise zur Nmin-Probenahme, die sowohl für die Probenahme in „Roten Gebieten“ als auch in „Grünen Gebieten“ gültig ist.

 

Kontakte


Düngebehörde

0441 801-750

duengebehoerde~lwk-niedersachsen.de

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