Abschlussbericht - Ergebnisse der Fruchtfolgeperiode 2014-2022
Am Standort Wehnen (Landkreis Ammerland) wurde in einem Versuch zur organischen Düngung von 2014-2022 in einer Silomais-Winterroggen-Rotation untersucht, welchen Einfluss die Höhe einer organischen bzw. organisch-mineralischen N-Düngung auf die Erträge und Qualität der vorgenannten Kulturen sowie auf die NO3-Konzentration und NO3-N-Fracht im Sickerwasser hat.

Der Bodentyp am Standort Wehnen ist ein Plaggenesch über Podsol aus mittelsandigem Feinsand mit einer durchschnittlichen Eschauflage von 60 cm. Aufgrund einer Austauschhäufigkeit von 2,1 ist der Standort als hoch auswaschungsgefährdet einzustufen.

Der vorliegende Abschlussbericht umfasst die Versuchsjahre 2014-2022, bzw. die Sickerwasserperioden 2014/15-2021/22. Für die gewählten Kulturen Silomais und Winterroggen lassen sich aus dem Versuch 649 unter Berücksichtigung der Ergebnisse des benachbarten Versuchs 645 folgende Ergebnisse für den Wasserschutz auf Standorten mit hoher N-Nachlieferung ableiten:
- die Düngung zu Silomais, die auch rein organisch erfolgen kann, sollte auf etwa 120 kg N/ha reduziert werden.
- die Düngung zu Winterroggen sollte überwiegend mineralisch erfolgen, da die organische Düngung durch den Winterroggen nicht gut verwertet werden kann.
- nach Winterroggen, insbesondere bei organischer Düngung, sollte eine früh eingesäte Zwischenfrucht angebaut werden, um aus dem Boden nachmineralisierten Stickstoff zu konservieren.






