Düngebehörde
Webcode:01033201

Wer ist aufzeichnungspflichtig im Rahmen der Düngeverordnung?

Welcher Betrieb ist aufzeichnungspflichtig nach Novellierung der Düngeverordnung? Mit Hilfe der Grafik in diesem Artikel kann überprüft werden, ob ein Betrieb verpflichtet ist, den Düngebedarf, die durchgeführte Düngung und Beweidung aufzuzeichnen im Sinne der Düngeverordnung (Grundlage: § 10 DüV vom 26. Mai 2017 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. April 2020).   

Schema zur Ermittlung ob ein Betrieb verpflichtet ist, den Düngebedarf, die durchgeführte Düngung und Beweidung aufzuzeichnen
Grundlage: § 10 DüV vom 26. Mai 2017 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. April 2020

Aufzeichnungspflicht DüV - Grafik
Aufzeichnungspflicht DüV - GrafikJutta Klaukien

Erläuterungen zum Schema:

  1. Zierpflanzen, Weihnachtsbaum-, Baumschul-, Rebschul-, Strauchbeeren- und Baumobstflächen, nicht im Ertrag stehende Dauerkulturflächen des Wein-und Obstbaus, schnellwachsende Forstgehölze zur energetischen Nutzung, reine Weideflächen ohne N-Düngung wenn max. 100 kg N/ha aus Beweidung anfallen
  2. „Düngung" heißt aktive Düngung = Nährstoffzufuhr durch Mineraldünger, Gülle, Mist, Kompost etc. Ausbringverluste dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. Beweidung ist keine aktive Düngung.
  3. Der N-Anfall aus eigener Viehhaltung ist mit Brutto-Anfall-Werten aus Anlage 1 DüV zu berechnen, d.h. ohne Abzug von Stall- und Lagerungsverlusten.
  4. Die Aufnahme von Kompost, Klärschlamm, Mineraldünger und sonstigen organischen Düngern ist hier nicht relevant. Ausschlaggebend ist tatsächlich nur die Aufnahme von Wirtschaftsdüngern und/oder von Gärresten.
  5. Betriebe, die gemäß diesem Schema nicht verpflichtet sind den Düngebedarf und die Düngungsmaßnahmen aufzuzeichnen, sind zudem von weiteren Aufzeichnungspflichten befreit, dies betrifft: Bodenuntersuchungsergebnisse, N-Mengen im Boden (Nmin-Richtwerte), Nährstoffgehalte der eingesetzten Düngemittel.

Sie können sich das Schema als pdf-Dokument am Ende dieser Seite herunterladen.

Kontakte

Düngebehörde

 0441 801-750

  duengebehoerde~lwk-niedersachsen.de


Mehr zum Thema

Gewässer mit Randstreifen

Gewässerrandstreifen: Regelungen nach DüV, WHG und NWG

Für die Bewirtschaftung von Flächen an Gewässern gibt es auf die Anwendung von Düngemitteln gerichtete Vorgaben, die sich aus den Rechtsbereichen der Düngeverordnung (DüV), des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und des …

Mehr lesen...
Gewässerkundliche Messstelle

Rote Gebiete - Erfassung zusätzlicher Grundwassermessstellen

Mit der bevorstehenden Anpassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Gebietsausweisung (AVV GeA) durch den Bund soll das Verfahren zur Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete weiter vereinheitlicht werden. Für Niedersachsen bedeutet …

Mehr lesen...

Richtwerte für die Berechnung der Betriebsobergrenze (170-N)

Nach dem Inkrafttreten der Novellierung der Düngeverordnung (DüV) vom 30.04.2020 entfällt die Aufzeichnungspflicht des Nährstoffvergleichs. Dies betrifft Nährstoffvergleiche ab dem Bezugszeitraum Kalenderjahr 2020 bzw. …

Mehr lesen...

Mindestwerte für die Ausnutzung des Stickstoffs organischer Düngemittel

In diesem Artikel finden Sie eine Tabelle mit den Mindestwerten für die Ausnutzung des Stickstoffs aus organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln im Jahr des Aufbringens (Anlage 3 DüV):

Mehr lesen...
Rote Gebiete im LEA Portal

Rote Gebiete - Ausweisung verstehen

Mit der Umsetzung der AVV GeA wird die Thematik der "roten Gebiete" in der Landwirtschaft diskutiert. Uns, als Zentrale Ansprechstelle Landesdüngeverordnung (ZALD), erreichen immer wieder Anfragen zum Vorgehen der …

Mehr lesen...

Ausführungshinweise zur Frühjahrs-Nmin-Beprobung

Die neue Landesdüngeverordnung (NDüngGewNPVO) gibt vor, dass vor dem Aufbringen wesentlicher Mengen an Stickstoff der im Boden verfügbare Stickstoff (Nmin) auf Ackerflächen in roten Gebieten durch eigene Probenahme zu ermitteln …

Mehr lesen...