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ENNI – Rückblick 2019 und Ausblick 2020

Rückblick auf die Meldung des Düngejahrs 2019 in ENNI sowie Ausblick auf das Düngejahr 2020

In ENNI liegen aktuell rd. 90% der meldepflichtigen Nährstoffvergleiche und Düngebedarfsermittlung für das Düngejahr 2019 vor. Auch nach der Novellierung der Düngeverordnung (Mai 2020) mit Wegfall des Nährstoffvergleichs wird die Dokumentation der Düngebedarfsermittlungen im laufenden Düngejahr weiterhin mit ENNI möglich sein.

 

Meldung der Düngedaten für das Düngejahr 2019 flächendeckend erfolgt

Mit Einführung der Meldeverordnung für Nährstoffvergleiche und Düngebedarfe im September 2019 bestand für alle aufzeichnungspflichtigen Betriebe in Niedersachsen in diesem Frühjahr erstmals die Pflicht zur Online-Meldung des Nährstoffvergleichs und der Düngebedarfsermittlung aus dem zurückliegenden Düngejahr 2019.

Zu diesem Zweck hatte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am 24.09.2019 das im Landesauftrag entwickelte Online-Meldeportal Elektronisches Nährstoffmeldungen Niedersachsen (ENNI) freischalten können. Neben der Möglichkeit zur Direkterfassung der Betriebsdaten in ENNI standen Schnittstellen zum Einspielen von Nährstoffvergleichs- und Düngebedarfsermittlungsdatensätzen aus Drittprogrammen bereit.

Das neue Meldesystem wurde bereits im Startjahr, auch Dank tatkräftiger Unterstützung durch die verschiedenen Beratungsträger, intensiv genutzt. In ENNI liegen aktuell rd. 90% der meldepflichtigen Nährstoffvergleiche und Düngebedarfsermittlung für das Düngejahr 2019 vor.

 

Düngebedarfe Herbst 2020 in ENNI

ENNI bietet den Betrieben auch nach der Novellierung der Düngeverordnung (Mai 2020) mit Wegfall des Nährstoffvergleichs weiterhin die Möglichkeit, Bedarfsermittlungen vor der Düngung im laufenden Düngejahr 2020 durchzuführen und zu dokumentieren.

Anwender, die das Düngejahr Ihres Betriebes im Kalenderjahr führen, können die Bedarfsermittlung für den anstehenden Anbau von Zweit- oder Zwischenfrüchten bzw. für die Herbstansaat mit dem bereits vorhandenen ENNI-Bearbeitungsbogen für das Düngejahr 2020 durchführen. Betriebsleiter, die ein vom Kalenderjahr abweichendes Düngejahr gewählt haben (z.B. Wirtschaftsjahr 01.07.2020 - 30.06.2021), müssen für diese Bedarfsermittlung das Bezugsjahr 2021 (Meldetermin 31.03.2022 *) wählen. Der entsprechende ENNI-Bearbeitungsbogen wurde am 23. Juli 2020 freigeschaltet.

Eine Umstellung des zukünftigen Betrachtungszeitraums (Düngejahr) – vorzugsweise zum Kalenderjahr hin - empfehlen wir in diesem Zusammenhang allen Betrieben, die ihren Nährstoffvergleich und damit ihre Düngebedarfsermittlung bisher in einem Zeitraum geführt haben, der weder dem Kalenderjahr noch dem klassischen Wirtschaftsjahr Juli bis Juni entspricht. Bitte prüfen Sie für Ihren Betrieb, ob Ihr bisheriger Betrachtungszeitraum, der für eine Nährstoffbilanzierung sinnvoll war, noch zu einer Bedarfsbetrachtung passt, die Vegetationszeiträume und Kulturfolgen berücksichtigt.

In den nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete, die gemäß der vom Bund zu erlassenden Allgemeinen Verwaltungsvorschrift bis Ende des Jahres zu überprüfen sind, werden ab dem 01.01.2021 weitere verschärfte Regeln gelten, die sich auch auf die Düngebedarfsermittlung auswirken. ENNI wird bis dahin entsprechend angepasst. Aus diesem Grund steht die im ENNI-Bogen 2021 bereits technisch mögliche Bedarfsermittlung für Düngungsmaßnahmen im ersten Halbjahr 2021 ausdrücklich unter Vorbehalt.

Wir empfehlen den Anwendern nach Ermittlung ihrer Herbstdüngebedarfe zunächst die weitere Entwicklung bis zum Jahreswechsel abzuwarten und die endgültige Bedarfsermittlung für das erste Halbjahr 2021 erst nach dem 01.01.2021 durchzuführen.

Über Aktualisierungen informieren wir Sie auf der ENNI-Startseite: www.meldeprogramm.de.

 

(Druckversion s. Land und Forst 30/2020 vom 23. Juli 2020, S. 27)

 

 

 

* vorbehaltlich einer Anpassung der NDüngMeldVO an die geänderte Düngeverordnung wird eine erneute Meldepflicht von Aufzeichnungen gemäß §10 DüV mittels ENNI in Niedersachsen zum 31.03.2022 erwartet (s. Artikel vom 17.11.2020)

 

Kontakte

ENNI-hotline

 0441 801-660

  enni~lwk-niedersachsen.de


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