Aktuelle Entwicklungen im Düngerecht, Ergebnisse und Untersuchungen zur Erfolgskontrolle von Maßnahmen zur Reduzierung der Nitratbelastung im Grundwasser sowie innovative Ansätze für Landwirtschaft und Grundwasserschutz standen bei der Sitzung in Oldenburg im Mittelpunkt.
Am 06. Mai 2026 fand in Oldenburg die 32. Sitzung des Arbeitskreises Wasserschutz statt. Teilgenommen haben Beratungsträger und Beteiligte des niedersächsischen Kooperationsmodells sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wasserversorgungsunternehmen, Landwirte und weitere fachlich beteiligte Institutionen.

Anschließend wurde über aktuelle Themen aus den landesweiten Aufgaben gemäß § 28 NWG sowie über Neuerungen rund um das „Blaubuch“ zur Berechnung der Ausgleichszahlungen berichtet. Darüber hinaus wurde ein Ausblick auf kommende Veranstaltungen und Feldtage zum Themenfeld „Landwirtschaft und Wasserschutz“ gegeben, zu denen insbesondere Berater/-innen und Landwirt/-innen eingeladen sind. Eine Anmeldung per E-Mail ist für die Planung erforderlich.
Den ersten Vortragsblock eröffneten Linda Noltemeyer (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) und Wolfgang Klahsen (LWK Niedersachsen) schwerpunktmäßig mit den Ergebnissen aus dem langjährigen Versuch zum Wasserschutz und Düngerecht in Thülsfelde. Vorgestellt wurden Untersuchungen zum Zusammenhang von Ertrag, Herbst-Nmin-Werten und der Nitratkonzentrationen im Sickerwasser in 0,8 m Tiefe sowie zur Eignung von Herbst-Nmin bzw. N-Bilanzsalden als Indikatoren für die Nitratbelastung im Sickerwasser auf sandigen Standorten.
Dr. Burkhard Stever-Schoo (Julius Kühn-Institut) präsentierte anschließend Ergebnisse aus dem bundesweiten Monitoring von Stickstoffemissionen im Pflanzenbau („MoNi2“). Link zur Projekt-Website: Startseite - nitrat-boden.julius-kuehn.de
Zur Einordnung dieser Ergebnisse auf Landesebene stellte Dr. Markus Quirin (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) aktuelle Auswertungen aus den Trinkwasserschutzkooperationen des niedersächsischen Kooperationsmodells vor.
Die intensiven fachlichen Diskussionen zwischen den Vorträgen – insbesondere zu möglichen Implementierungen der vorgestellten Ergebnisse in eine zukünftige Neuausrichtung der Düngeverordnung – verdeutlichten die hohe Relevanz der behandelten Themen.
Nach einer kurzen Pause leitete Dr. Franz Antony (INGUS) den zweiten Vortragsblock mit Ergebnissen zur Unterbodenbewirtschaftung im INTERREG-Projekt „Blue Transition“ ein. Ziel des Projektes ist eine Vertiefung der Ackerkrume um 5 cm zu erreichen, um die Humusmenge auf Ackerstandorten zu erhöhen und positive Effekte für den Wasserschutz zu erzielen.
Abschließend stellte Leen Vellenga (Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH) Ergebnisse aus dem FINKA-Projekt (Förderung von Insekten im Ackerbau) vor. Im Fokus stand dabei die ökonomische Bewertung reduzierter bzw. ausbleibender chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Biodiversität. Link zur Projekt-Website: Finka-Projekt
Ausgewählte Vorträge der Referentinnen und Referenten stehen im Downloadbereich zur Verfügung.






